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Das sieht man allein schon daran, dass bis heute in abgelegenen ländlichen Gebieten nicht einmal DSL verfügbar ist, während Metropolen wie Berlin, Hamburg und München schon seit Jahren komplett mit vDSL versorgt werden können.

Das hohe Ziel, bis zum Jahr 2018 (das sind aktuell nur noch ein paar Monate) die Infrastruktur für high-speed Internet in ganz Deutschland bereitzustellen, kann man getrost vergessen. In kleineren Städten und Gemeinden ist man sogar schon dazu übergegangen, eigenständig Glasfaserkabel für die interne Kommunikation zu verlegen.

Ballungsgebiete klar im Vorteile

Wer in einem Ballungsgebiet wohnt, der hat Glück gehabt. Vom Ruhrgebiet über die Großstädte bis hin zu wichtigen Wirtschaftsstandorten vor allem in Süddeutschland ist ein vDSL Anschluss problemlos möglich. Aber schon wenn man 50 Kilometer von der nächsten größeren Stadt entfernt wohnt, kann es düster aussehen. Das Problem dabei ist die Umstellung des alten Kupferdrahtnetzes auf optische Glasfaserkabel, die schnelle Übertragungsgeschwindigkeiten überhaupt erst möglich machen. Dabei muss das Glasfaserkabel aber nicht gleich bis in Ihre Wohnung gelegt werden, für die letzten paar hundert Meter reichen nach wie vor die alten Kupferkabel.

BILD GRO?STADT

Welche Anbieter stellen vDSL zur Verfügung?

Wenn vDSL in Ihrem Wohnort verfügbar ist, bieten fast alle Telekommunikationsunternehmen vDSL Anschlüsse und Tarife an. Der größte Anbieter ist nach wie vor die Telekom. Dabei sind eigentlich alle vDSL Tarife so genannte double- oder triple play Angebote und beinhalten Internet und Telefonie oder Internet, Telefonie und Internetfernsehen plus zusätzliche Entertainmentangebote, die aber zumeist individuell hinzu gebucht werden können.

Durch die mittlerweile gesunde Konkurrenz bei den vDSL Tarifen haben Sie eine gute Auswahl zwischen verschiedenen Anbietern oder können direkt bei Ihrem bisherigen Anbieter auf den neuen Breitband Standard umstellen.

BILD DER ANBIETER

Welche technischen Voraussetzungen braucht man für vDSL?

Die erste Voraussetzung ist natürlich, dass an Ihrem Wohnort überhaupt die Möglichkeit für vDSL vorhanden ist. Für diese technische Umrüstung des Telefonnetzes von Kupfer- auf Glasfaserkabel durch die Telekom können Sie als Privatperson leider nichts tun. Bei Ihnen zu Hause muss für einen vDSL Anschluss zuerst einmal ein Telefonanschluss vorhanden sein. Wenn Sie vDSL bestellen, wird dieser von dem jeweiligen Anbieter gegen eine einmalige Pauschale auf vDSL eingerichtet. Neben dem Anschluss benötigt es auch ein neues vDSL fähiges Modem. Dieses ist in den meisten der vDSL Verträge bereits als „kostenloser“ Bonus enthalten. Sollte dies nicht der Fall sein, lohnt sich auf jeden Fall ein eingehender Vergleich mit anderen Anbietern, auch wenn diese eventuell einen höheren monatlichen Grundpreis verlangen, da die vDSL fähigen Router mit Preisen um die 100 Euro im Vergleich eher teuer sind.

Wirtschaftlichkeit und Investitionslücken

Bei einem Netzumbau dieser Größenordnung müsste eigentlich der Staat einspringen, um einen – wenn auch langwierigen – stetigen Ausbau der Infrastruktur zu gewährleisten. Nun ist die Telekom schon seit langer Zeit privatisiert, aber immer noch im Besitz des meist einzigen Fernmeldenetzes. Dies bringt schon immer Probleme mit sich – nicht nur den Zugang anderer Anbieter und das Entgelt, was diese dann für die Nutzung des Netzes ausgeben müssen.

Beim leider langsam vorangehenden Ausbau des Netzes hin zu optischen Glasfaserkabeln werden natürlich alle die Gebiete bevorzugt, bei denen dieser Ausbau für das Unternehmen wirtschaftlich Sinn macht. Bei der Bevölkerungsdichte in Ballungsräumen ist das sofort gegeben, bei einem Kreisstädtchen fraglich und auf dem Dorf bleiben dem Unternehmen vor allem Kosten. Leider hat man sich auf Seiten der zuständigen Behörden für eine allgemeine Investitionssubventionierung und nicht für zielgerichtete Zuschüsse für den Ausbau im ländlichen Gebiet entschieden, was die ohnehin anzunehmenden Investitionslücken in diesem Bereich noch zusätzlich verstärkt hat.